Love is a battlefield.


Es ist Mittwoch  - kurz vor zehn, um genau zu sein. Bin nicht in der Schule. Warum? Absolute lebenspraktische Reizüberflutung! (Verschlafen - “Husten” :D  )

Als ich Samstag, eine fröhliche Melodie auf den Lippen, meine Wohnung betrat (die Wohnung meines Ex-Freundes und mir - ja, ich weiß- *hust*) , davon ausging, sie sei leer und somit offen für meinen amerikanischen Besuch, erwartete mich eine grausame Überraschung. Schätzungsweise 400 süßliche Nerds (darunter der trauernde Verflossene und sein “bester Freund” ) hatten sich gemeinsam mit mehreren tausend “Warhammer4000”- Spielfiguren (wirklich!!) auf dem Boden verteilt, was bedeutete, dass ich keinen Schlafplatz hatte, denn ich bewohne das Zimmer des legendären “besten Freundes” - nennen wir ihn Cosy- zur Untermiete, muss ihn dennoch “ein Wochenende im Monat” das Bett gewähren (jedes Wochenende im Monat mit Zusätzen).
Frustriert platzierte ich mich an den, mit technischen Einzelteilen übersäten, Schreibtisch und empfing kurz darauf  einen Anruf von Platon (Pseudonym für den American Dream), der sich gleichermaßen enttäuscht äußerte, dann jedoch verschlug, ich könne ja zu ihm fahren. (Okay, es war meine Idee^^)…
Eine knappe Stunde später fand ich mich im Auto eines etwa Vierzigjährigen wider, der uns Mitfahrer mit der Dominastimme seines Navigationsgerätes erfreute. Weniger erfreulich war der Musikstudent hinter mir, der mich mit Lippenpflegestiften, belanglosen Informationen und hysterischem Gelächter penetrierte. (Und sich mir dann einfach anhing… ! Er lief mit mir gemeinsam zum vereinbarten Treffpunkt und lief nicht weiter, bis mich Wetterjacken-Platon empfing… peinlich!)
Ein riesiger Spiegel, grausige Wahrheiten zeigend, erwartete mich in Platons Wohnung… Wie sah ich aus?? Warum? Warum?!? Aaaah!
Ich betrat also das weinrot gefärbte Zimmer. Platon entzündete Kerzen (“Ich liebe Duftkerzen!" ) legte irgendeine Musik ein (jazzige Liebesmusik- absolutly mein Stil!), währenddessen ich mich in seine Hängematte neben dem Fenster bequemte… Es wurde ein schöner Abend mit Schinken-Frischkäse-Honig-Brötchen, hochwertigem Orangensaft, “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” (romantisch- isn´t it?) , Fotos aus seiner Heimat, sanfter Nähe ("reiner" Nähe).

Den folgenden Tag verbrachten wir in der Hängematte liegend - gemeinsam.  Ich schloss die Augen, um diesen perfekten Moment fest zu halten. Meine Reise in dies fantastische Märchenbuch endete 17 Uhr am Bahnhof, nachdem er mich zu chinesischem (^^) Essen eingeladen hatte.

Und dann-  zu Hause- empfing mich ein tieftrauriger junger Mann, der mir offenbarte, ich solle ausziehen. Meine Existenz schwamm fort- vor meinen Augen. Abitur?? preiswerte Bleibe - möbiliert! - für ein halbes Jahr? Somit wären wir im HEUTE angelangt.

Fortsetzung folgt.

12.1.11 11:03

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen